Krankheiten im Ausland - Erst impfen - dann reisen
Bild: Jovanmandic/gettyimages.com/akz-o

Krankheiten im Ausland – Erst impfen – dann reisen

Krankheiten im Ausland – Erst impfen – dann reisen

Individuellen gesundheitliche Voraussetzungen des Reisenden in Betracht ziehen

Krankheiten im Ausland – Erst impfen – dann reisen : Sonne, Strand, exotische Kulturen: Im Urlaub zieht es viele von uns in fremde Länder. Eine gute Vorbereitung ist wichtig – insbesondere, wenn es um unsere Gesundheit geht. „Je nach Reiseziel kann dazu auch eine Reiseschutzimpfung gehören“, sagt Dr. Johannes Schenkel, ärztlicher Leiter der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). Denn bei bestimmten Auslandsreisen kann die Bedrohung durch ansteckende Krankheiten deutlich größer sein als in Deutschland.

Ob Gelbfieber, Tollwut oder Hepatitis A: Bei der Frage, ob eine Schutzimpfung ratsam wäre, spielt nicht nur das Reiseland allein eine Rolle. „Auch die Dauer des Aufenthalts, die Region oder bestimmte Tätigkeiten können ausschlaggebend sein“, sagt Dr. Schenkel. Nicht zuletzt müssen auch immer die individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen des Reisenden in Betracht gezogen werden: Ältere Erwachsene, chronisch Kranke oder kleine Kinder benötigen häufig einen anderen Schutz als gesunde Erwachsene. „Lassen Sie sich daher vor Ihrem Urlaub von Ihrem Hausarzt, einem Tropenmediziner oder einem qualifizierten Reisemediziner beraten, welche Impfungen empfohlen werden.“

Früh genug planen

Urlauber müssen bedenken, dass viele Impfungen ihren vollen Schutz erst nach mehreren Injektionen entfalten, die im Abstand von einigen Wochen verabreicht werden. „Einige Immunisierungen bieten auch erst mehrere Tage nach der Impfung den notwendigen Schutz.“ Planen Sie die Arztbesuche daher mit ausreichend Vorlauf in Ihre Reisevorbereitungen mit ein. Gut zu wissen: Impfungen, die Sie für einen Urlaub im Ausland benötigen, gehören nicht zu den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen der Krankenkassen. „Viele von ihnen übernehmen jedoch freiwillig die Kosten für ausgewählte Impfungen“, sagt Dr. Schenkel. Versicherte sollten bei ihrer Krankenkasse nachfragen. Sie haben weitere Fragen zum Thema? Eine neutrale telefonische Beratung gibt es bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 011 77 22. Montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr und samstags von 8 bis 18 Uhr. Mehr Infos unter www.patientenberatung.de

Standard-Schutz auffrischen

Natürlich sind es nicht nur exotische Krankheiten, die uns im Ausland erwarten können. Checken Sie daher, ob auch die Standardimpfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) zum Schutz innerhalb Deutschlands empfohlen werden, bei Ihnen noch auf dem aktuellen Stand sind. „Zu diesen Krankheiten gehören zum Beispiel Tetanus, Keuchhusten und Diphtherie oder Masern, Mumps und Röteln.“ Wie es um Ihren Schutz bestellt ist, kann der Hausarzt anhand Ihres Impfpasses feststellen.

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