Oberpfälzer Soldaten nach Litauen verabschiedet

Oberpfälzer Soldaten nach Litauen verabschiedet

Oberstleutnant Peer Papenbroock: “Unser Auftrag ist eine Rückversicherungsmaßnahme der NATO, er hat defensiven Charakter.”

Oberpfälzer Soldaten nach Litauen verabschiedet :  Am 11. Dezember haben sich die Soldatinnen und Soldaten vom Panzerbataillon 104 mit einem feierlichen Appell in Pfreimd von ihren Angehörigen und der Bevölkerung verabschiedet. Für die kommenden sechs Monate werden sie im litauischen Rukla ihren Dienst ausüben, als Kern des multinationalen Gefechtsverbandes des NATO-Programms Enhanced Forward Presence (EFP).

In seiner Rede erklärt der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Peer Papenbroock: „Unser Auftrag ist eine Rückversicherungsmaßnahme der NATO, er hat defensiven Charakter.“

Verantwortung für Europa übernehmen

Der neue Auftrag sei einer der größten, den das Bataillon in seiner gut sechzigjährigen Geschichte zu erfüllen habe, so der Kommandeur weiter. In Litauen werde der Gefechtsverband andere Rahmenbedingungen als etwa im Kosovo oder in Afghanistan vorfinden. „In den zurückliegenden Monaten haben wir uns intensiv auf unsere Aufgaben vorbereitet“, so Papenbroock. Er dankte den Soldaten für ihre Einsatzbereitschaft.

„Sie übernehmen eine große Verantwortung für unser Land und für die Stabilität in Europa. Ich wünsche Ihnen von Herzen viel Kraft und Durchhaltevermögen“, gab der Kommandeur der Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“, Brigadegeneral Jörg See, den Soldaten mit auf ihren Weg. Für die Männer und Frauen und deren Familien bedeutet das ein halbes Jahr Trennung und Entbehrung. „Ihre Angehörigen und Freunde leisten einen ganz großen und wesentlichen Beitrag zu diesem Auftrag, zu Ihrem Erfolg. „Sie geben den notwendigen Halt und stärken den Rücken“, so See.

Mit Beginn des neuen Jahres geht es los

Das Panzerbataillons 104, verstärkt durch Angehörige aus allen Verbänden der Panzerbrigade 12, bildet den Kern, niederländische und tschechische Soldaten verstärken den multinationalen Gefechtsverband.

Das Panzerbataillon 104 stellt neben der Führung auch die Stabs- und Versorgungskompanie sowie eine Kampfkompanie für sechs Monate nach Litauen ab. Weiter ist vorgesehen, den Gefechtsverband für Übungsvorhaben durch Kampfunterstützungskräfte der Aufklärungs- und der Artillerietruppe anlassbezogen zu verstärken. Hierfür können rund 200 Soldatinnen und Soldaten nach Litauen entsandt werden. Die Entsendung erfolgt in Abstimmung mit den NATO-Partnern und in enger Kooperation mit den litauischen Streitkräften.

Insgesamt umfasst der deutsche Beitrag rund 600 Soldaten, davon 450 aus dem Panzerbataillon 104. Mit dabei sind auch Soldaten aus den Bereichen des Zentralen Sanitätsdienstes, der Streitkräftebasis sowie des Kommandos Cyber- und Informationsraum.

Ab Januar werden die Soldaten in Litauen ihren Auftrag ausführen. Bis dahin stehen noch Urlaub, Kisten packen und die Panzer auf die Bahnverladung vorbereiten auf dem Programm.

Bild: obs/Presse- und Informationszentrum des Heeres/Reinhard Jäger

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