Paare ohne Trauschein - Absicherung der Familie
Bild: Foto: Walter Capellmann/DELA/akz-o
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Paare ohne Trauschein – Absicherung der Familie

Paare ohne Trauschein – Absicherung der Familie

Wie sichere ich meinen Partner und mein Kind finanziell ab?

Paare ohne Trauschein – Absicherung der Familie : Die Gründung einer Familie ist heute nicht mehr zwangsläufig mit einer Heirat verbunden. Zwar stellen verheiratete Eltern immer noch die häufigste Familienform dar, die Anzahl nicht ehelicher Lebensgemeinschaften hat in den vergangenen Jahren jedoch deutlich zugenommen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass der Gesetzgeber bei der finanziellen Absicherung von Hinterbliebenen zwischen Paaren mit und ohne Trauschein unterscheidet. Walter Capellmann, Vorsorgeexperte der DELA Lebensversicherungen in Deutschland, klärt auf.

Herr Capellmann, was müssen nicht eheliche Paare bei der finanziellen Absicherung ihrer Familie beachten?

Nicht verheiratete Paare haben in Deutschland vor dem Gesetz nicht den gleichen Status wie verheiratete Paare, was vielen Menschen nicht bekannt ist. Diese Unterscheidung hat Folgen für die finanzielle Absicherung der Familien, wovon häufig auch die Kinder betroffen sind. Vor allem im Todesfall sind die Unterschiede gravierend. Wenn einer der beiden Elternteile stirbt, erhalten unverheiratete Partner im Gegensatz zu Verheirateten keine gesetzliche Witwen- oder Witwerrente.

Sieht der Gesetzgeber auch keine finanzielle Absicherung für Kinder nicht ehelicher Eltern vor?

Im Regelfall erhalten diese Kinder eine Waisenrente. Der durchschnittliche Zahlbetrag von rund 160 Euro je Halbwaise reicht aber bei Weitem nicht aus, um die Einkommenslücke, die durch den Tod eines Elternteils entsteht, auszugleichen. Die Folge: Laufende Verpflichtungen wie die Miete oder ein Kredit belasten die Hinterbliebenen und können womöglich nicht mehr bezahlt werden.

Was raten Sie Eltern, die sich gegenseitig und die gemeinsamen Kinder ausreichend absichern wollen?

Gerade für unverheiratete Paare ist eine private Risikolebensversicherung (RLV) oft der einzige Weg zu einer ausreichenden Absicherung von Partner und Kindern. Eine solche Versicherung schützt im Ernstfall die Hinterbliebenen vor den finanziellen Folgen eines Todesfalls. Verstirbt die versicherte Person, kommt die vereinbarte Versicherungssumme zur Auszahlung. Dabei ist unbedingt auf die richtige Vertragsgestaltung zu achten, damit gerade bei unverheirateten Paaren die Leistung aus der Versicherung erbschaftssteuerfrei bleibt. Dies ist in der Regel der Fall, wenn das Paar die RLV „über Kreuz“ abschließt. Jeder Partner sorgt dabei als Versicherungsnehmer und Beitragszahler für seine Absicherung, indem er eine RLV auf das Leben des anderen abschließt. Die Versicherungsleistung zählt dann nicht zum Erbe des Verstorbenen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.dela.de.

Bild: Foto: Walter Capellmann/DELA/akz-o

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